eiweisspulver-bildEiweißpulver gehört heute zu einem absoluten Standardprodukt für Kraftsportler. Allerdings ist es eine absolute Irrmeinung, wenn man glaub, dass nur Kraftsportler Eiweißpulver in ihrer täglichen Nahrungsaufnahme berücksichtigen. Eiweißpulver wird praktisch heute von jedem Menschen konsumiert. Es sind nicht nur Sportler, die Eiweißpulver kaufen, sondern ebenso Kinder, nicht Sport treibende Erwachsene und kranke Menschen. Besonders kranke Menschen sehen die Vorzüge von Eiweißpulver, denn man kann es nicht nur sehr schnell zubereiten und somit trinken sondern es ist auch sehr schnell verdaut und steht somit dem Körper gleich als Quelle von Kraft und Vitalität zur Verfügung. Allerdings muss man dazu das „richtige“ Eiweißpulver verwenden, was uns gleich zum nächsten wichtigen Punkt bringt



Die verschiedenen Arten von Eiweißpulver

Whey Protein – Das am meisten verkaufte Protein am Markt

Ursprünglich gab es nur Milch Eiweißpulver im Handel. Dies hatte auch gute Gründe, denn aus historischer Sicht betrachtet, wurde das erste Eiweißpulver aus dem Trockenmilchpulver entwickelt. Trockenmilchpulver gehörte daher zum Standard „Essen“ eines jeden Body Builders der 50 er, 60 er und 70 er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Mit der Fitnesswelle der 80 er Jahre des vorigen Jahrhunderts floss aber auch mehr Geld in die Entwicklung moderner und vor allem wohl schmeckender Eiweißpulver. Waren die frühen Eiweißpulver noch geschmacksneutral, so konnte man Anfang der 80 er Jahre zum ersten Mal Eiweißpulver mit Erdbeer- oder Vanillegeschmack kaufen. Man versuchte also auf die wachsenden Bedürfnisse einer fitnesshungrigen Gesellschaft zu reagieren und entwickelte nicht nur wohlschmeckendere Eiweißpulver sondern auch wesentlich effizientere Eiweißpulver. Whey Protein selbst war in den 80 er Jahren noch nicht entwickelt worden. Vorherrschend waren Eiweißpulver, die aus dem klassischen Milchprotein, Eiprotein oder Caseinprotein bestanden. Erst mit der Erforschung des Milchproteins erkannte man, dass die Molke (das heißt Whey in die deutsche Sprache übersetzt) in der Milch der eigentlich wertvolle Bestandteil ist. Man versuchte in wissenschaftlichen Studien herauszufinden, wie man das Molkeprotein aus der Milch isolieren kann. Offenbar dauerte diese Forschung sehr lange, denn es dauerte bis in die Mitte der 90 er Jahre, wo man das erste Mal Whey Protein Eiweißpulver zu kaufen bekam.

whey-eiweisspulverWhey Protein Eiweißpulver gilt allgemein als das hochwertigste Eiweißpulver überhaupt. Der Grund ist vor allem in der sehr schnellen Aufnahme zu sehen. Die Verdauung von Whey Protein Eiweißpulver dauert in der Theorie nicht länger als 15 Minuten und ist somit das am schnellsten vom Körper zu verdauende Eiweißpulver überhaupt. Mittlerweile wurden in verschiedenen Verfahren unterschiedliche Whey Protein Eiweißpulver entwickelt, die allesamt unterschiedliche Wirkungen im Körper entfalten können. Je nach Grad der Isolierung gelingt nämlich auch eine noch viel schnellere Verdauung im Körper. Selbstverständlich sind diese Eiweißpulver aber auch um einiges teurer, dies deshalb, weil die Herstellung um ein vielfaches länger dauert als dies bei normalem Whey Protein Eiweißpulver der Fall ist.

Weitere Eiweißpulver die am Markt erhältlich sind

Heute kann man die unterschiedlichsten Formen von Eiweißpulver kaufen. Neben dem bereits erwähnten Casein befinden sich unter den Lieblingsproteinshakes auch das Eiprotein, das klassische Milchprotein oder das Sojaprotein.

Die Wirkung von Eiweißpulver

Eiweiß wird im Körper dazu verwendet, Muskeln aufzubauen. Eiweiß ist der Muskelbaustoff schlechthin, denn unsere Muskeln im Körper bestehen zu einem großen Teil aus Eiweiß und zu einem anderen Teil aus Wasser. Für die Aufnahme von Eiweißpulver ist auch der Zeitfaktor wichtig. Die Aufnahme von Eiweißpulver ist vor allem nach dem körperlichen Training sehr wichtig, weil gerade zu diesem Zeitpunkt der Muskel mit seinem Baustoff versorgt werden muss. Die Ansichten, wann, wo und wieviel Eiweißpulver dem Körper zugefügt werden sollte, unterscheiden sich aber sehr stark. Heute hat sich die weitläufige Meinung unter Sportlern und Experten gefestigt, dass etwa zwei Gramm Eiweiß pro kg Körpergewicht verzehrt werden sollte. Wieviel Gramm davon in Form von Eiweißpulver erfolgen sollte, ist ebenso strittig. Während in frühen Jahren Eiweißpulver favorisiert wurde, geht man heute eher den Weg, auf natürliche Quellen zu vertrauen. Man favorisiert Quellen wie zum Beispiel Beef, Pute, Huhn, Vollei oder Milch! Ebenso gibt es Streitigkeiten über die Wertigkeit von tierischem Eiweiß gegenüber pflanzlichem Eiweiß. Von vielen Personen wird der Verzehr von tierischem Eiweiß bevorzugt, da sie diesem eine höhere biologische Wertigkeit zuschreiben.

Pflanzliches Eiweiß besitzt tatsächlich im Regelfall eine niedere biologische Wertigkeit. Biologische Wertigkeit bedeutet die Aufnahmefähigkeit von Eiweiß im menschlichen Körper. Wenn man etwa eine biologische Wertigkeit von 96 annimmt (wie das zum Beispiel beim Vollei der Fall ist), dann bedeutet dies, dass von 100 Gramm Vollei, 96 Gramm in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden kann. Eine höhere biologische Wertigkeit besitzt eigentlich nur das bereits beschriebene Whey Protein. Pflanzliches Eiweiß tendiert in der Regel dazu, eine geringe biologische Wertigkeit zu besitzen. Bei Soja wird im allgemeinen davon ausgegangen, dass es die höchste biologische Wertigkeit unter den pflanzlichen Proteinen besitzt. Es soll eine biologische Wertigkeit von ca. 78 haben.

Eiweiß ist also ein wichtiger „Begleiter“ des Lebens. Wer intensiv Sport betreibt benötigt mehr Eiweiß als ein normal Mensch. Während man beim normalen Menschen von einem Bedarf von etwa einem Gramm Eiweiß pro kg Körpergewicht ausgeht, steigt der Bedarf bei Sportlern bis auf ca. vier Gramm Eiweiß pro kg Körpergewicht. Auch ist dies von großer Bedeutung für die tägliche Nahrungsaufnahme, wenn man davon ausgeht, dass Nahrung grundsätzlich aus drei wichtigen Baustoffen besteht: dem Eiweiß, den Kohlehydraten und den Fetten. Ein normaler Mensch sollte davon etwa seinen Bedarf zu 20 Prozent aus Eiweißen, 60 Prozent aus Kohlehydraten und den Rest in Form von Fetten zu sich nehmen. Bei einem Sportler kann sich, je nach Trainingsphase, dieses Verhältnis, sehr stark verschieben, sodass die Aufnahme der Kohlenhydrate etwa auf bis zu 10 Prozent zurückgehen kann.